Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Das Akademie-Hotel in Dresden setzt WhatsApp inzwischen als Service-Kanal für Gäste ein. Foto: webZunder

„Bloß nicht mit plumper Werbung zuspammen“

Dresdner Firma „webZunder“ sieht im „WhatsApp“-Einsatz Wettbewerbsvorteil für lokale Wirtschaft Dresden, 30. März 2015: „Facebook“ mag mit weltweit fast 900 Millionen aktiven Nutzern unter den Kontaktnetzwerken im Internet nahezu übermächtig erscheinen. Doch gerade Jüngere setzen in wachsendem Maße auf den stärker nach außen abgeschirmten Kanal „WhatsApp“ (weltweit rund 600 Millionen Nutzer), um Infos, Stimmungsmeldungen, Bilder oder Videos auszutauschen. Diesen Trend versucht nun auch die Wirtschaft zu nutzen: Per „WhatsApp“ erreichbar zu sein und darüber womöglich auch neue, jüngere Kunden zu gewinnen, gilt als chic. Über die Experimentierphase ist dies aber noch kaum hinausgekommen, wie auch Erfahrungen in Dresden zeigen. Dresdner Firma „webZunder“ sieht im „WhatsApp“-Einsatz Wettbewerbsvorteil für lokale Wirtschaft Dresden, 30. März 2015: „Facebook“ mag mit weltweit fast 900 Millionen aktiven Nutzern unter den Kontaktnetzwerken im Internet nahezu übermächtig…

Kaffanero-Chef Jens Kinzer (l.) und Röster Ralf Salomo (r.) kredenzen den Kaffee auch zum Aufbrühen auf dem Tisch. Foto. Heiko Weckbrodt

Kaffee-Renaissance in Sachsen

Jüngstes Beispiel: Rösterei „Kaffanero“ öffnet in Dresden Manufaktur-Café Dresden, 27. März 2015: Seien wir doch ehrlich: Jahrzehntelang wurden die „Kaffeesachsen“ ihrem Ruf nicht wirklich gerecht. Kaffee gesüffelt hat man im Dreieck Dresden-Leipzig-Chemnitz zwar seither ordentlich, aber noch nicht einmal besonders viel im Deutschlandvergleich. Und vor allem blieb das, was eingeschenkt wurde, meist unter aller Kanone: Zu DDR-Zeiten war die einst so bedeutende Dresdner Rösterei-Szene im VEB-Einheitsmuckefuck aufgegangen und auch nach der politischen Wende wurden (und werden) in vielen „Cafés“ nur üble Industrie-Kaffees ausgeschenkt. Seit ein paar Jahren wandelt sich glücklicherweise das Bild: Inzwischen gibt es zumindest wieder vier echte Röstereien in der kaffeesächsischen Hauptstadt und deren teils sehr schmackhafte Sorten verdrängen in mehr und mehr Cafés und selbst Kantinen (jüngst erst in der Dresdner SZ-Kantine beobachtet) die Supermarkt-Subqualitäten. Als jüngstes Glied dieser Wiederentdeckung echter Kaffeekultur hat heute offiziell die neue Rösterei „Kaffanero“ am Jagdweg in Dresden ihr Manufaktur-Café eröffnet. Jüngstes Beispiel: Rösterei „Kaffanero“ öffnet in Dresden Manufaktur-Café Dresden, 27. März 2015: Seien wir doch ehrlich: Jahrzehntelang wurden die „Kaffeesachsen“ ihrem Ruf nicht wirklich gerecht. Kaffee …

Diodenlaser-Fertigung bei Jenoptik. Foto: jeibmann photografik Torsten Proß, Jenoptik

Jenoptik schwächelt

Weniger Umsatz, weniger Verteidigungs-Aufträge Jena, 26. März 2015: Der Thüringer Technologiekonzern „Jenoptik“ hat im vergangenen Jahr 590,2 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und damit 1,7 % weniger als im Vorjahr. Auch der Gewinn schrumpfte leicht auf 51,6 Millionen Euro. Während die Geschäfte im Segment Laser und Optik gut liefen, schrumpften die Umsätze in den Segmenten Rüstung (-7,7 %) und Messtechnik (-1,3 %), teilte Jenoptik-Chef Michael Mertin mit. hw Weniger Umsatz, weniger Verteidigungs-Aufträge Jena, 26. März 2015: Der Thüringer Technologiekonzern „Jenoptik“ hat im vergangenen Jahr 590,2 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und damit 1,7 % weniger als im Vorjahr. Auch…

Kohlenstoff-Chips sollen die Stromwandler in Solaranlagen kleiner und sparsamer machen. Foto: NeuLand/Infineon

In Sachsens Solarbranche geht’s wieder aufwärts

VEE-Tagung in Dresden – „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“ Dresden, 25. März 2015: „Licht am Ende des Tunnels“ für die sächsische Solarindustrie und verwandte Branchen sieht Matthias Gehling von der „Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien“ (VEE) Sachsen: Nach Jahren von Krisen, Pleiten und Umstrukturierungen stabilisiere sich die Photovoltaik im Freistaat zunehmend, schätzte er ein. VEE-Tagung in Dresden – „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“ Dresden, 25. März 2015: „Licht am Ende des Tunnels“ für die sächsische Solarindustrie und verwandte Branchen sieht Matthias Gehling…

Die künstlichen Ameisen von Festo sollen in der Fabrik der Zukunft die Montage übernehmen. Abb.: BSF, Festo

Bionische Ameisen und Schmetterlinge in der Fabrik der Zukunft

Festo-Ingenieure wollen künstliche Insekten die Arbeit in der „Industrie 4.0“ machen lassen Esslingen/Dresden, 25. März 2015: Künstliche Ameisen werden in den Fabriken der Ameisen mit höchstem Kollektivgeist Autos und Maschinen zusammenbauen, Schwärme bionischer Schmetterlinge das Produktionsgeschehen überwachen. Zumindest, wenn es nach den Bionik-Ingenieuren des Esslinger Automatisierungs-Unternehmens „Festo“ geht. Deren Chefs haben heute in einer Online-Videokonferenz die Mega-Trends für die sogenannte „Industrie 4.0“ vorgestellt – und einige faszinierende künstliche Tiere aus den Festo-Forschungslaboren gezeigt, die demnächst auf der Hannover-Messe herumkrabbeln und -flattern sollen. Festo-Ingenieure wollen künstliche Insekten die Arbeit in der „Industrie 4.0“ machen lassen Esslingen/Dresden, 25. März 2015: Künstliche Ameisen werden in den Fabriken der Ameisen mit höchstem Kollektivgeist Autos und Maschinen…

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Autozulieferer Borbet baut Werk in Lausitz

Millionen-Investitionen und bis zu 400 neue Jobs geplant Dresden/Kodersdorf, 25. März 2015: Der Automobil-Zulieferer „Borbet“ will im sächsischen Kodersdorf bei Görlitz eine Fabrik für Leichtmetallrädern errichten. Das teilte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) mit. Das Unternehmen plane Millionen-Investitionen in der Lausitz und wolle 300 bis 400 neue Jobs schaffen. hw Millionen-Investitionen und bis zu 400 neue Jobs geplant Dresden/Kodersdorf, 25. März 2015: Der Automobil-Zulieferer „Borbet“ will im sächsischen Kodersdorf bei Görlitz eine Fabrik für Leichtmetallrädern errichten. Das teilte Sachsens Ministerpräsident…

Foto (bearbeitet): i2S

Autosensorfabrik „Jade“ geht in Dresden an den Start

Dresden, 23. März 2015: In Dresden hat heute ein neuer Sensor-Hersteller offiziell seine Fertigungsstätte eröffnet: Die “Jade Sensortechnik GmbH” wird künftig im Dresdner Norden Drucksensoren für Automobile fertigen und wird mittelfristig rund 50 Mitarbeiter anheuern. Jade ist ein Gemeinschafts-Unternehmen (Joint Venture) der Dresdner Sensorfirma „Intelligente Sensorsysteme Dresden“ (i2s) und der japanischen „Nagano Keiki“. Beide Partner wollen etwa zehn Millionen Euro in das neue Unternehmen investieren. Dresden, 23. März 2015: In Dresden hat heute ein neuer Sensor-Hersteller offiziell seine Fertigungsstätte eröffnet: Die “Jade Sensortechnik GmbH” wird künftig im Dresdner Norden Drucksensoren für Automobile fertigen und wird…

Die Dresdner T-Systems-MMS wurde in die Liste der besten deutschen IT-Arbeitgeber gewählt. Abb.: MMS

Dresdner MMS gehört zu Deutschlands besten IT-Arbeitgebern

Wachsende Telekom-Tochter setzt auf moderne Motivation für „Generation Y“ Dresden, 20. März 2015: Weil auch dem Management klar ist, dass man allein mit fetten Gehältern den jungen hochqualifierten Arbeitnehmer der „Generation Y“* heute kaum noch hinter dem Ofen hervorlocken kann, hat die „T-Systems Multimedia Solutions“ (MMS) beizeiten auf ganzheitliche Motivation für die Belegschaft gesetzt – und bekam dafür nun eine ideelle Belohnung: Das Dresdner Software-Unternehmen wurde in die Riege der 60 besten Arbeitgeber in der informationstechnologischen (IT) Branche in Deutschland gewählt – und schaffte es in der Klasse der IT-Großunternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern sogar auf Platz 3. Wachsende Telekom-Tochter setzt auf moderne Motivation für „Generation Y“ Dresden, 20. März 2015: Weil auch dem Management klar ist, dass man allein mit fetten Gehältern den jungen hochqualifierten Arbeitnehmer der…

Findet das vom Uniklinik eingerichtete Personal-Gesundheitszentrum gut und motivierend: Martin Appelt. Foto: Heiko Weckbrodt

„Die gehen einfach nach Hause“

Wachsendes Hedonisten-Problem in der Arbeitswelt: Sächsische Arbeitgeber versuchen nun, sich mit der „Generation Y“ zu arrangieren Dresden, 19. März 2015: Sächsische Arbeitgeber haben ein wachsendes Problem mit der ostdeutschen „Generation Y“: Junge, oft hochqualifizierte und gutbezahlte Mitarbeiter, die keine Lust auf Leistungsorientierung und Überstunden haben, die lieber mehr Freizeit als mehr Gehalt haben wollen. „Die interessieren sich nicht für Geld, Karriere und Autos“, schätzt beispielsweise Prof. Michael Albrecht, der Medizinische Vorstand des Uniklinikums Dresden, ein. „So wie es in unserer Generation oder selbst noch vor zehn, 15 Jahren usus war, dass man so lange gearbeitet hat, bis alle Aufgaben erledigt waren und vielleicht danach noch geforscht hat, das ist nicht mehr: Die jüngeren Mitarbeiter heute gehen einfach nach Hause, wenn die Arbeitszeit vorüber ist. Das ist ein Gesinnungswandel, den man als Arbeitgeber nicht mehr ignorieren kann.“ Sich darüber aufzuregen und zu schmollen, bringe aber überhaupt nichts, meint Prof. Albrecht. „Da muss man vielmehr überlegen: Was kann man anders machen, wie kann man die Leute doch motivieren?“ Wachsendes Hedonisten-Problem in der Arbeitswelt: Sächsische Arbeitgeber versuchen nun, …

Die Hamburger Firma "Protonet" sammelte über Seedmatch im vergangenen Jahr drei Millionen Euro vom Internetschwarm ein und finanzierte damit die Entwicklung neuer Klein-Server für Freiberufler (organge Box). Foto: Protonet

Seedmatch Dresden: Kleinanlegergesetz bremst Schwarmfinanzierung aus

Plattform für Nachbesserungen am Gesetzentwurf Dresden/Berlin, 18. März 2015: Für eine Korrektur des geplanten Kleinanleger-Gesetzes hat sich das Crowdfunding-Portal „Seedmatch“ aus Dresden ausgesprochen. Wenn der Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form verabschiedet werde, seien gravierende Einschnitte für das noch junge Instrument der Finanzierung von Firmengründungen („Startups“) durch den Internetschwarm zu erwarten, schätzte das Unternehmen ein. Insbesondere die vorgesehenen Prospekt- und Selbstauskunfts-Pflichten seien ein ernstes Hemmnis. „Der zur Zeit vorliegende Entwurf sieht zwar Bereichsausnahmen für Schwarmfinanzierungen vor, diese benötigen jedoch noch einige Nachbesserungen, um diese junge Branche nicht schon jetzt zu stark in ihrem Wachstum zu hemmen“, schätzte „Seedmatch“-Sprecherin Sabine Drotbohm auf Oiger-Anfrage ein. Plattform für Nachbesserungen am Gesetzentwurf Dresden/Berlin, 18. März 2015: Für eine Korrektur des geplanten Kleinanleger-Gesetzes hat sich das Crowdfunding-Portal „Seedmatch“ aus Dresden ausgesprochen. Wenn der Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form…