Alle Artikel in: Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik

Die Akropolis in Athen. Foto: Heiko Weckbrodt

IWH: Verhandlungsabbruch katastrophal für Griechen, stärkt aber Euroraum

Halle, 29. Juni 2015. Der Verhandlungsabbruch zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe um Reformen und neue Notkredite wird für die Griechen – insbesondere die Ärmeren – katastrophale Folgen haben, den Euro-Raum aber eher stärken. Das hat Reint E. Gropp eingeschätzt, der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle. Halle, 29. Juni 2015. Der Verhandlungsabbruch zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe um Reformen und neue Notkredite wird für die Griechen – insbesondere die Ärmeren – katastrophale Folgen haben, den Euro-Raum…

Abb.: hw

Drei Millionen Berufstätige wollen länger arbeiten

Wiesbaden, 24. Juni 2015. Viele Politiker unterstellen den Deutschen pauschal den Wunsch, immer weniger arbeiten zu wollen – doch diese Mutmaßung trügt: 2,9 Millionen Berufstätige würden gerne länger arbeiten, dagegen nur eine knappe Million würden kürzer arbeiten wollen. Das geht aus Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor, das sich dabei auf Arbeitskräfte-Umfragen stützt. Wiesbaden, 24. Juni 2015. Viele Politiker unterstellen den Deutschen pauschal den Wunsch, immer weniger arbeiten zu wollen – doch diese Mutmaßung trügt: 2,9 Millionen Berufstätige würden gerne länger arbeiten, dagegen…

Kein Rückenwind mehr: Das Geschäft mit Windturbinen lahmt. Foto: VEM

Privat-Eskorte statt Polizei für Windkraft-Schwertransporte gefordert

Berlin, 15. Juni 2015. Private Sicherheitsautos statt Polizeistreifen sollen künftig Scherlasttransporte von Windkraft-Anlagen in Deutschland begleiten. Das fordert der „Bundesverband Windenergie“ (BWE) in Berlin. Außerdem sollen häufig genutzte Schwerlast-Routen für solche Zwecke Dauergenehmigungen erhalten und die möglichen Transportzeitfenster ausdehnen. Dies könne die Polizei entlasten, den Zusammenbau neuer Windkraft-Parks entbürokratisieren und fördere letztlich die Energiewende, argumentiert der Verband. Berlin, 15. Juni 2015. Private Sicherheitsautos statt Polizeistreifen sollen künftig Scherlasttransporte von Windkraft-Anlagen in Deutschland begleiten. Das fordert der „Bundesverband Windenergie“ (BWE) in Berlin. Außerdem sollen häufig genutzte Schwerlast-Routen für…

Günter Bruntsch, Abb.:IHK Dresden

Sachsens IHKs kritisieren IT-Sicherheitsgesetz

Kammern sehen viel Bürokratie und Kosten für Wirtschaft nahen Dresden, 11. Juni 2015. Als „Schnellschuss“ mit erheblichen Kostenrisiken für die Wirtschaft haben die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Sachsen das geplante IT-Sicherheitsgesetz kritisiert, über das morgen der Bundestag befinden soll. Kammern sehen viel Bürokratie und Kosten für Wirtschaft nahen Dresden, 11. Juni 2015. Als „Schnellschuss“ mit erheblichen Kostenrisiken für die Wirtschaft haben die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Sachsen das…

Seit 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 je Stunde - mit einigen Übergangs- und Ausnahmereglungen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

IfW: Mindestlohn kostet anscheinend Mini-Jobs

Kiel, 10. Juni 2015. Der neue Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde, der im Januar eingeführt wurde, hat anscheinend zu Jobverlusten geführt. Davon geht das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel in einer neuen Studie aus. Allerdings seien nicht Vollzeit-Arbeitsplätze weggefallen, sondern vor allem Mini-Jobs, für die eine Einkommensgrenze von 450 Euro im Monat gilt. Kiel, 10. Juni 2015. Der neue Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde, der im Januar eingeführt wurde, hat anscheinend zu Jobverlusten geführt. Davon geht das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in…

Foto: Heiko Weckbrodt

Aufstocker besonders oft überschuldet

Wiesbaden, 10. Juni 2015. Indirekt vom Staat subventionierte Billigjobs führen anscheinend besonders oft in eine Schuldenfalle. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Demnach waren 6,7 % der überschuldeten Besucher von Schuldenberatungsstellen in Deutschland sogenannte „Aufstocker“. Damit lag ihr Anteil doppelt so hoch wie bei „normalen“ Berufstätigen (3 %). Wiesbaden, 10. Juni 2015. Indirekt vom Staat subventionierte Billigjobs führen anscheinend besonders oft in eine Schuldenfalle. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Demnach waren 6,7 %…

Versenkt schon seit Jahren Millionen Euronen: das städtische Nanoelektronikzentrum NanoZ in Dresden-Klotzsche. Fotos (2) & Montage: Heiko Weckbrodt

Ob nun Pleite oder nicht: Nanoelektronikzentrum Dresden versenkt in jedem Fall noch Millionen

Selbst ein NanoZ-Exit würde die Stadt acht Millionen Euro kosten Dresden, 9. Juni 2015. Wie auch immer die Stadt mit ihrem defizitären Nanoelektronik-Zentrum (NanoZ alias Nanocenter) in Dresden-Klotzsche weiter verfährt, ob sie es dicht macht und nachinvestiert: In wohl jedem Falle werden Stadtrat und Verwaltung noch einmal 4,5 bis acht Millionen Euro aus den Rathauskassen nehmen müssen, um die Probleme so oder so zu lösen. Das geht aus den tröpfelnden Verwaltungsangaben an die Stadträte hervor. Selbst ein NanoZ-Exit würde die Stadt acht Millionen Euro kosten Dresden, 9. Juni 2015. Wie auch immer die Stadt mit ihrem defizitären Nanoelektronik-Zentrum (NanoZ alias Nanocenter) in Dresden-Klotzsche weiter verfährt,…

Seit 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 je Stunde - mit einigen Übergangs- und Ausnahmereglungen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Fast jeder zehnte Steuer-Euro durch Öko-Abgaben

Kritik: Sachsen verzichtet auf Abgaben, um Braunkohle zu stützen Wiesbaden/Chemnitz, 9. Juni 2015. Rund 57,3 Milliarden Euro hat der deutsche Staat im vergangenen Jahr aus Umweltsteuern wie die Energie-, die Kfz- oder die Kernbrennstoffsteuer eingenommen – und damit rund 8,9 Prozent aller Steuereinnahmen öffentlicher Haushalte (in Summe knapp 644 Milliarden Euro). Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ausgerechnet. Zugleich aber verzichten staatliche Stellen aber aus politischen auf Abgaben, die er eigentlich kassieren könnte, zum Beispiel von der Braunkohle-Wirtschaft, wie der sächsische Branchenbeobachter Prof. Martin Maslaton von der „Forschungsstelle Erneuerbare Energien und Recht“ (NEuR) in Chemnitz kritisierte. Kritik: Sachsen verzichtet auf Abgaben, um Braunkohle zu stützen Wiesbaden/Chemnitz, 9. Juni 2015. Rund 57,3 Milliarden Euro hat der deutsche Staat im vergangenen Jahr aus Umweltsteuern wie die Energie-, die…

Virtueller Maschinenbau in einer Computerprojektions-Höhle (Cave) der TU Dresden. Foto: Jürgen Lösel, LHD Dresden

Unternehmer zufrieden mit Wirtschaftsstandort Dresden

Wachsende Kritik aber an lahmen Internet-Leitungen, Steuerlast und Gewerbeflächen Dresden, 4. Juni 2015. Die Mehrheit der Dresdner Unternehmer ist mit dem Wirtschaftsstandort zufrieden (88 Prozent) und rechnet in den nächsten Jahren auch mit Umsatzwachstum (59 Prozent). Zunehmend kritisch beurteilt die Wirtschaft aber die Internetanbindungen, das Angebot und die Kosten von Gewerbeflächen, die Verfügbarkeit von Fördermitteln, die Steuerlast und den Fachkräftemangel. Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden im Auftrag der städtischen Wirtschaftsförderung hervor. Die Forscher hatten dafür 549 Geschäftsführer Dresdner Betriebe von unterschiedlicher Größe befragt. Wachsende Kritik aber an lahmen Internet-Leitungen, Steuerlast und Gewerbeflächen Dresden, 4. Juni 2015. Die Mehrheit der Dresdner Unternehmer ist mit dem Wirtschaftsstandort zufrieden (88 Prozent) und rechnet in den nächsten…

Die Tarifbindung in der west- wie ostdeutschen Wirtschaft ist seit 1996 stark gesunken. Abb.: IAB

Jeder zweite ostdeutsche Betrieb ohne Tarifvertrag

Nürnberg, 1. Juni 2015. Über der Hälfte der ostdeutschen Betriebe hält sich nicht an Tarifverträge. Das geht aus dem aktuellen „Betriebs-Panel“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg hervor. Demnach ist die Wirkkraft von Tarifverträgen in Ost und West seit 1996 – als das IAB die ersten Abfragen startete – immer mehr gesunken. Nürnberg, 1. Juni 2015. Über der Hälfte der ostdeutschen Betriebe hält sich nicht an Tarifverträge. Das geht aus dem aktuellen „Betriebs-Panel“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg…

Der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) will Oberbürgermeister in Dresden werden. Er möchte eine städtische Tochtergesellschaft gründen, die für mehr Gewerbeflächen sorgt, damit Dresdens Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdens Wirtschaft verliert an Dynamik

OB-Kandidat Ulbig verspricht neuen Schwung – doch vieles bleibt vage Dresden, 26. Mai 2015. Der einstige Vorzeige-Wirtschaftsstandort Dresden verliert an Dynamik: Die Wirtschaftsleistung pro Einwohner sinkt, mittlerweile hat Konkurrent Leipzig die Landeshauptstadt beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner überholt. Während die Autohersteller fleißig weiter in ihre Werke in Leipzig investieren, hat es in Dresden schon lange keine großen Chipfabrik-Ansiedlungen wie noch in den 1990ern gegeben – und auch das Wachstum der kleinen und mittleren Betriebe, die nach der Wende entstanden sind, kann dieses Manko nicht ausgleichen. CDU-Oberbürgermeisterkandidat Markus Ulbig verspricht nun, neuen Schwung in die Wirtschaftsförderung zu bringen, wenn er im Juni gewählt werden sollte: Er will eine Stadtentwicklungs-Gesellschaft gründen, die für mehr Ansiedlungsflächen in Dresden sorgt, außerdem die schon oft kritisierte, weil maue Flug- und Bahnanbindung der Stadt verbessern. Den örtlichen Handwerkern verspricht er kleinere Losgrößen bei städtischen Bauprojekten. Auch soll sich Dresden beim nächsten Evolutionsschritt hin zu hochautomatisierten und vernetzten Fabriken („Industrie 4.0“) an die Spitze der Entwicklung stellen. „Wirtschaftsförderung muss Chefsache sein“, beteuerte er heute bei einem Baustellenrundgang am entstehenden Einkaufskomplex rund um …

Sigmar Gabriel. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Gabriel will Kleinwaffen-Export beschränken

Berlin, 23. Mai 2015. Der Export deutscher Sturmgewehre, MPis und anderer Kleinwaffen soll künftig stärker beschränkt werden als bisher. Das sieht eine neue Richtlinie für „Kleinwaffengrundsätze“ vor, die Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel nun vorgestellt hat. Berlin, 23. Mai 2015. Der Export deutscher Sturmgewehre, MPis und anderer Kleinwaffen soll künftig stärker beschränkt werden als bisher. Das sieht eine neue Richtlinie für „Kleinwaffengrundsätze“ vor, die Bundeswirtschaftsminister Sigmar…

Rechnet man die nebenberuflichen Gewerbe (rot) heraus, hat sich die Zahl der Existenzgründungen in Sachsen drastisch verringert. Abb.: Sächsische Existenzgründer-Netzwerk

Immer weniger Gründer in Sachsen

Seit 2004 hat sich Zahl der Neugründungen gedrittelt Dresden, 13. Mai 2015. Immer weniger Sachsen machen sich als Freiberufler beziehungsweise Unternehmer selbstständig – und dieser Trend hält nun schon seit zehn Jahren an: Gab es im Jahr 2004 noch über 30.000 hauptberufliche Existenzgründungen im Freistaat, waren es im Jahr 2013 nur noch 11.629 und im Folgejahr lediglich 11.181 Gründungen. Das haben heute das „Sächsische Existenzgründer-Netzwerk“ und die Industrie- und Handelskammer Dresden mitgeteilt. Seit 2004 hat sich Zahl der Neugründungen gedrittelt Dresden, 13. Mai 2015. Immer weniger Sachsen machen sich als Freiberufler beziehungsweise Unternehmer selbstständig – und dieser Trend hält nun schon seit…

Das städtische Nanoelektronikzentrum Dresden soll eigentlich Hightech-Ansiedlungen anlocken - doch es agiert seit Jahren defizitär und hinter der sanierten Fassaden lauert noch erheblicher Sanierungsbedarf. Foto: Heiko Weckbrodt

Streit um Nanoelektronik-Zentrum Dresden verschärft sich

Grüne kritisieren Wirtschaftsbürgermeister scharf für Dauerkrise im NanoZ, der weist Vorwürfe als „Wahlkampf-Getöse“ zurück Dresden, 12. Mai 2015. Das städtische Nanoelektronik-Zentrum (NanoZ) in Dresden-Klotzsche befindet sich seit seiner Gründung im Jahr 2007 betriebswirtschaftlich in einer Dauerkrise. Die Linken, die SPD und die Bündnisgrünen im Stadtrat machen dafür Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) verantwortlich, der Oberbürgermeister in Dresden werden will. Das NanoZ stehe kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, müsse jetzt schon wieder mit einem Nachschlag aus der Stadtkasse gerettet werden, kritisiert Torsten Schulze von der bündnisgrünen Stadtratsfraktion. Zu klären sei, ob Hilbert sich hier der Insolvenzverschleppung schuldig mache und inwieweit städtische Gelder zweckentfremdet verwendet worden seien. Grüne kritisieren Wirtschaftsbürgermeister scharf für Dauerkrise im NanoZ, der weist Vorwürfe als „Wahlkampf-Getöse“ zurück Dresden, 12. Mai 2015. Das städtische Nanoelektronik-Zentrum (NanoZ) in Dresden-Klotzsche befindet sich seit seiner Gründung im…

Lithium-Ionen-Akku der "Deutschen ACCumotive" für den Fahrzeug-Einsatz. Foto: Deutsche ACCumotive

Wirtschaftsdelegation aus Sachsen in Südkorea

Dresden/Seoul, 12. Mai 2015: Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) ist heute mit einer Delegation nach Südkorea zu seiner ersten Auslandsreise aufgebrochen. Er will laut ministeriellen Angaben Kooperationen in Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus ausloten. Dresden/Seoul, 12. Mai 2015: Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) ist heute mit einer Delegation nach Südkorea zu seiner ersten Auslandsreise aufgebrochen. Er will laut ministeriellen Angaben Kooperationen in Wirtschaft,…