Alle Artikel in: Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik

"Industrie 4.0" meint meist hochautomatisierte Fabriken, in der Roboter, Maschinen, Werkstücke und Produkte durch Funkchips vernetzt und flexibel bzw. dezentral gesteuert werden. Foto: Bitkom

Aufholprozess Ost-West kann noch Jahrzehnte dauern

Ifo-Dresden-Chef sieht Aufhol-Ankündigungen in Sachsen skeptisch Dresden, 6. Mai 2015: Die Produktivitäts-Angleichung („Konvergenz“) zwischen Ost- und Westdeutschland wird sich wohl noch über Jahrzehnte hinstrecken und vielleicht niemals vollständig erreicht: „Seit 1996 hat sich da nicht mehr viel getan“, sagte der Dresdner TU-Finanzwissenschaftler Prof. Marcel Thum im Oiger-Gespräch. „Und ich bin ehrlich gesagt sehr pessimistisch, dass sich dieser Konvergenzprozess durch wirtschaftspolitische Instrumente spürbar beschleunigen lässt“, schätzte der Chef der ifo-Niederlassung Dresden ein – auch mit Blick auf die jüngste Haushalts-Rede des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU), in der dieser eine wirtschaftliche Aufholjagd für den Freistaat avisiert hatte. Ifo-Dresden-Chef sieht Aufhol-Ankündigungen in Sachsen skeptisch Dresden, 6. Mai 2015: Die Produktivitäts-Angleichung („Konvergenz“) zwischen Ost- und Westdeutschland wird sich wohl noch über Jahrzehnte hinstrecken und vielleicht niemals vollständig erreicht: „Seit…

Abb.: AK VWGSR

Aufholprozess Ost-West eingeschlafen

Nur Sachsens Wirtschaft wächst überdurchschnittlich, Sachsen-Anhalt trägt mit nur 0,4 % die rote Laterne Halle/Dresden, 1. Mai 2015: Der Aufholprozess der ostdeutschen Bundesländer zum gesamtdeutschen Wirtschafts-Niveau stockt noch immer: Mit Ausnahme von Sachsen ist es im vergangenen Jahr keinem einzigen dieser Länder gelungen, ein Wirtschaftswachstum über dem deutschen Durchschnitt (1,6 % im Jahr 2014) zu steigern. Das geht aus der aktuellen Gesamtrechnung des „Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ hervor. Nur Sachsens Wirtschaft wächst überdurchschnittlich, Sachsen-Anhalt trägt mit nur 0,4 % die rote Laterne Halle/Dresden, 1. Mai 2015: Der Aufholprozess der ostdeutschen Bundesländer zum gesamtdeutschen Wirtschafts-Niveau stockt noch immer: Mit…

Foto: Heiko Weckbrodt

Wirtschaftsinstitute fordern Steuer-Senkung

Abgabenlast müsse Arbeitnehmer sinken Halle, 30. April 2015: Angesichts wachsender Steuereinnahmen des Bundes und einer hohen Abgabenlast der Arbeitnehmer haben Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem „Frühjahrsgutachten 2015“ von der Regierung eine Reform der Steuern und Sozialabgaben gefordert. Dies teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit. Abgabenlast müsse Arbeitnehmer sinken Halle, 30. April 2015: Angesichts wachsender Steuereinnahmen des Bundes und einer hohen Abgabenlast der Arbeitnehmer haben Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem „Frühjahrsgutachten 2015“ von der Regierung eine Reform…

Sei es nun Putzen als Nebenjob oder nebenher einen Familienbetrieb leiten - fast 2 Millionen Deutsche gehen Zweijobs- oder gar Drittjobs nach. Foto: Heiko Weckbrodt

5 % arbeiten in mindestens zwei Jobs

Wiesbaden, 29. April 2015: Knapp zwei Millionen Deutsche und damit etwa fünf Prozent aller Berufstätigen arbeiten in zwei oder mehr Jobs. Das teilte heute das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Diese Multi-Jobber kommen dadurch auf Arbeitspensen deutlich jenseits der sonst üblichen Wochenarbeitszeiten, teilweise auf 50 Wochenarbeitsstunden und mehr. Wiesbaden, 29. April 2015: Knapp zwei Millionen Deutsche und damit etwa fünf Prozent aller Berufstätigen arbeiten in zwei oder mehr Jobs. Das teilte heute das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit….

Neue 10-Euro-Banknote in verschiedenen Wellenlängenbereichen. Foto: Fraunhofer-IPMS

Tillich verspricht Aufholjagd für Sachsen

Regierung plant 3,7 Milliarden Euro für Wissenschaft und Kunst Dresden, 28. April 2015. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sieht den Wiederaufbau-Prozess in Sachsen als abgeschlossen an und will den Freistaat laut eigenem Bekunden nun darauf konzentrieren, zum Westen aufzuholen. Als er heute den Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt 2015/16 in den Landtag in Dresden einbrachte, bezifferte er die Wertschöpfung in Sachsen auf nur rund 74 Prozent des westdeutschen Durchschnitts. Der Kabinetts-Entwurf sieht vor, in den Jahren 2015 und 2016 jeweils rund 17,2 Milliarden Euro auszugeben. Davon sollen je 1,86 Milliarden Euro (also in Summe ca. 3,7 Mrd. €) in Wissenschaft und Kunst fließen. Regierung plant 3,7 Milliarden Euro für Wissenschaft und Kunst Dresden, 28. April 2015. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sieht den Wiederaufbau-Prozess in Sachsen als abgeschlossen an und will den Freistaat laut…

Beladeroboter in den Dresdner 200-mm-Fabriken von Infineon. Abb.: Infineon, Jürgen Lösel

Mittelstand darf Industrie 4.0 nicht vergeigen

Forschungsministerin Wanka in Dresden: Zu viele halten vernetzte Fabrik für einen Hype und fürchten sich vor Datenklau Dresden, 15. April 2015: Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) warnt den deutschen Mittelstand, die Chancen von „Industrie 4.0“ nicht zu verpassen. „Die Großen in Deutschland wie Siemens und Bosch machen da ohnehin mit. Wir müssen aber auch den Mittelstand davon überzeugen, diese Lösungen auch einzusetzen“, sagte sie heute auf einer Rede in einem CDU-Diskussionsforum vor Wirtschafts- und Institutsvertretern in Dresden. „Denn nicht China, nicht den USA nützt dieser Trend am meisten, sondern Deutschland.“ Forschungsministerin Wanka in Dresden: Zu viele halten vernetzte Fabrik für einen Hype und fürchten sich vor Datenklau Dresden, 15. April 2015: Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) warnt den deutschen Mittelstand, die…

"Repowering": Techniker rüsten eine Windkraftanlage mit stärkeren Generatoren auf. Dies ist ein weltweiter Trend in der Branche, in Sachsen kommt er laut BWE-Angaben aber erst langsam voran. Foto: REpower Systems AG, BWE

Verband fordert mehr Flächen für Windräder in Sachsen

Windkraft hat etwa 4,6 % Anteil an Stromproduktion im Freistaat Leipzig/Dresden, 10. April 2015: Der Anteil von Windstrom am sächsischen Energiemix sowohl auf der Erzeuger- wie auch der Verbraucherseite wächst nur zähe. Das hat der Leipziger Umweltrechts-Experte Prof. Martin Maslaton eingeschätzt – er ist sächsischer Landesvorsitzender im „Bundesverband Windenergie“ (BWE). Windkraft hat etwa 4,6 % Anteil an Stromproduktion im Freistaat Leipzig/Dresden, 10. April 2015: Der Anteil von Windstrom am sächsischen Energiemix sowohl auf der Erzeuger- wie auch der Verbraucherseite wächst…

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OECD mahnt weitere Reformen in Frankreich an

Zu wenig Wachstum, zu viel Arbeitslose Paris, 6. April 2015: Frankreich muss seinen Reformkurs fortsetzen, um seine Wachstumsschwäche und hohe Jugend-Arbeitslosigkeit zu überwinden, mahnt die OECD in einem aktuellen Bericht an. Die französische Regierung solle sich vor allem bemühen, ihre Staatsausgaben zurückzufahren, Steuern zu senken und den Arbeitsmarkt zu deregulieren. Zu wenig Wachstum, zu viel Arbeitslose Paris, 6. April 2015: Frankreich muss seinen Reformkurs fortsetzen, um seine Wachstumsschwäche und hohe Jugend-Arbeitslosigkeit zu überwinden, mahnt die OECD in einem aktuellen Bericht…

Seit 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 je Stunde - mit einigen Übergangs- und Ausnahmereglungen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Mindestlohn für ostdeutsche Leiharbeiter erst Mitte 2016

4,5 % mehr Lohn ab 1. April Münster, 30. März 2015. Erst Mitte 2016 wird in der ostdeutschen Zeitarbeiter-Branche der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt. Das geht aus einer Mitteilung der IG Zeitarbeit in Münster hervor. 4,5 % mehr Lohn ab 1. April Münster, 30. März 2015. Erst Mitte 2016 wird in der ostdeutschen Zeitarbeiter-Branche der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt. Das geht aus einer…

Das Nanoelektonik-Zentrum in den Altbauten der früheren DDR-Chipschmiede ZMD. Abb.: Heiko Weckbrodt

Nanoelektronikzentrum Dresden bleibt Sorgenkind

Neuer Aufsichtsrat soll schlecht ausgelasteten Hightech-Gewerbepark aus roten Zahlen herausführen Dresden, 17. März 2015: Die Stadt Dresden will einen Aufsichtsrat aus Verwaltungsvertretern und Stadträten einsetzen, um ihre defizitäre Gewerbepark-Tochter „Nanoelektronik-Zentrum Dresden GmbH“ in Zukunft besser zu kontrollieren und aus den roten Zahlen herauszuführen. Das sieht ein Vorschlag vor, über den der Stadtrat am Donnerstag zu befinden hat. Das vor acht Jahren in Altbauten des ehemaligen DDR-Mikroelektronik-Forschungszentrums ZMD gegründete Nanoelektronikzentrum in Dresden-Klotzsche ist bis zum heutigen Tage nur schwach ausgelastet und schreibt fortwährend Verluste. Neuer Aufsichtsrat soll schlecht ausgelasteten Hightech-Gewerbepark aus roten Zahlen herausführen Dresden, 17. März 2015: Die Stadt Dresden will einen Aufsichtsrat aus Verwaltungsvertretern und Stadträten einsetzen, um ihre defizitäre Gewerbepark-Tochter „Nanoelektronik-Zentrum…