Alle Artikel in: Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik

Eine Fraunhofer-Mitarbeiterin kontrolliert im Reinraum des Dresdner Photonik-Institut, der für 45 Millionen Euro modernisiert werden soll. Abb.: IPMS

Sachsen steckt 70 Millionen Euro in Schlüsseltechnologie-Pilotanlagen

Land übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten Dresden, 30. Juli 2015. Um mehr Hochtechnologie-Fabriken in Sachsen anzukurbeln und wegweisende Forschungsergebnisse in die Produktion zu überführen, hat der Freistaat ein neues “Schlüsseltechnologie”-Förderprogramm aufgelegt. Bis zu 70 Millionen Euro sollen für Pilotlinien bereit gestellt werden, die technologische Forschungsergebnisse in die Produktion überführen. Der neue Fördertopf speist sich aus den sächsischen Anteilen am „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Land übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten Dresden, 30. Juli 2015. Um mehr Hochtechnologie-Fabriken in Sachsen anzukurbeln und wegweisende Forschungsergebnisse in die Produktion zu überführen, hat der Freistaat ein…






Seit dem Jahrhundert-Hochwasser 2002 schlummert der Bahnhof Kipsdorf im Dornröschenschlaf. Foto: Peter Weckbrodt

Wiederaufbau der Weißeritztalbahn kann endlich weitergehen

13 Jahre nach der Flut einigen sich Sachsen und SDG über Reparatur des letzten Abschnitts Dipps-Kipsdorf Dresden/Kipsdorf, 18. Juli 2015. 13 Jahre nach dem verheerenden August-Hochwasser von 2002 kann nun endlich die Reparatur der restlichen zerstörten Streckenabschnitte der Weißeritztalbahn zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf beginnen. Darauf haben sich nach langen Verhandlungen der Freistaat Sachsen, die Betreibergesellschaft SDG und die anderen Akteure jetzt geeinigt, wie dem Oiger aus mehreren Quellen bestätigt wurde. Die Landesregierung hat dafür 13,5 Millionen Euro bereit gestellt. 13 Jahre nach der Flut einigen sich Sachsen und SDG über Reparatur des letzten Abschnitts Dipps-Kipsdorf Dresden/Kipsdorf, 18. Juli 2015. 13 Jahre nach dem verheerenden August-Hochwasser von 2002 kann nun…






Freuen sich, dass die Mikroelektronik in Dresden flutscht und wollen noch eins draufsetzen: Rutger Wijburg und Sanjay Jha von Globalfoundries, Kanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (von links nach rechts) begutachten ein Modell des Globalfoundries-Chipwerkes in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Bund sagt 400 Millionen € für Mikroelektronik zu

Wanka stuft nach Strategiegespräch in Dresden Halbleiterindustrie als „nationale Aufgabe“ ein Dresden, 14. Juli 2015. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat heute nach einem Strategiegespräch im Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS in Dresden ein rund 400 Millionen Euro teures Förderprogramm für die deutsche Mikroelektronik zugesagt. Diese Schlüsseltechnologie weiterzuentwickeln, sei „eine nationale Aufgabe“, für die auch der Bund in der Verantwortung stehe. Wanka stuft nach Strategiegespräch in Dresden Halbleiterindustrie als „nationale Aufgabe“ ein Dresden, 14. Juli 2015. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat heute nach einem Strategiegespräch im Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS in Dresden ein…






Bundeskanzlerin Angela Merkel (3. v. l.) hat beim Besuch im Chipwerk von Globalfoundries in Dresden. Mit dabei: Globalfoundries-Konzernchef Sanjay Jha (links von Merkel), Forschungsministerin Johanna Wanka, Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Fabrikchef Rutger Wijburg (halb hinter hinter Tillich versteckt). Foto: Heiko Weckbrodt

Kanzlerin Merkel debattiert in Dresden Mikroelektronik-Strategie

Merkel besucht Globalfoundries, Infineon und Fraunhofer Dresden, 14. Juli 2015. Für Strategiegespräche über die Bedeutung und weitere Ausrichtung der Mikroelektronik in Sachsen trifft sich heute Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern aus der Hightech-Industrie und der Landespolitik in Dresden. Am Morgen hat sie zunächst die Dresdner Chipfabrik des US-Halbleiterunternehmens Globalfoundries (GF) besucht. Dort ließ sie sich von Konzernchef Sanjay Jha über die neuesten Pläne des Unternehmens mit der Zukunftstechnologie „FD-SOI“ am Standort Dresden informieren – Jha hatte gestern Investitionen über eine Viertelmilliarde Dollar für den Standort angekündigt . Merkel besucht Globalfoundries, Infineon und Fraunhofer Dresden, 14. Juli 2015. Für Strategiegespräche über die Bedeutung und weitere Ausrichtung der Mikroelektronik in Sachsen trifft sich heute Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit…






Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Ifo Dresden: Sachsen sollte sich auf Aus für Braunkohle einstellen

Prof. Ragnitz hält jüngsten Kohle-Kompromiss nur für Aufschub – jetzt schon Alternativen aufbauen Dresden, 5. Juli 2015. Obwohl Bundes-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seine Sondersteuer für Braunkohle-Kraftwerke vorerst größtenteils aufgegeben hat, sollten sich Sachsen und die anderen Förderländer langfristig auf ein Aus für diesen Energieträger einstellen. Das hat Prof. Joachim Ragnitz vom ifo-Institut in Dresden gemahnt. Prof. Ragnitz hält jüngsten Kohle-Kompromiss nur für Aufschub – jetzt schon Alternativen aufbauen Dresden, 5. Juli 2015. Obwohl Bundes-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seine Sondersteuer für Braunkohle-Kraftwerke vorerst größtenteils aufgegeben hat,…






Foto: hw

IfW: Grexit löst Probleme nicht

Griechenland kann selbst bei Staatsinsolvenz im Euroraum bleiben Berlin/Kiel, 5. Juli 2015. Selbst wenn Griechenland nach dem heutigen Referendum in die Staatspleite geht, könnte es weiter im Euro-Währungsraum bleiben. Das haben Forscher des Prognosezentrums Berlin im Institut für Weltwirtschaft aus Kiel in einer Krisen-Analyse herausgearbeitet. Demnach wäre eine Rückkehr des Landes zur Drachme ein sehr riskantes Experiment, anderseits aber habe „der Euroraum mit Bordmitteln vor dem nationalen Missbrauch der Notenpresse in Griechenland schützen kann“, wenn Hellas den Euro beibehält. Griechenland kann selbst bei Staatsinsolvenz im Euroraum bleiben Berlin/Kiel, 5. Juli 2015. Selbst wenn Griechenland nach dem heutigen Referendum in die Staatspleite geht, könnte es weiter im Euro-Währungsraum bleiben. Das…






Kein Mensch allein würde es heute mehr in überschaubarer Zeit schaffen, einen modernen Computerchips von Hand aufzuzeichnen - das übernehmen heutzutage automatische Entwurfsprogramme. Foto: ISS/EAS

Automatischer Entwurf für komplexe Chips

Fraunhofer gründet Software-Firma Coseda in Dresden Dresden, 30. Juni 2015. Damit Elektronikunternehmen ratzfatz auch komplexe Computerchips mit analogen und digitalen Bauteilen und anderen Funktionen konstruieren können, hat Fraunhofer in Dresden eine neue automatische Entwurfs-Software entwickelt. Eine ausgegründete Firma „Coseda“ soll dieses Programm nun weiterenzwickeln und international an den Ingenieur bringen. Fraunhofer gründet Software-Firma Coseda in Dresden Dresden, 30. Juni 2015. Damit Elektronikunternehmen ratzfatz auch komplexe Computerchips mit analogen und digitalen Bauteilen und anderen Funktionen konstruieren können, hat Fraunhofer in Dresden…






Abb.: hw

Job-Aufbau in Deutschland abgeschwächt

Wiesbaden, 30. Juni 2015. Die deutsche Jobmaschine verliert an Tempo: Im Mai stieg die Zahl der Erwerbstätigen in der Bundesrepublik „nur“ noch um 210.000 Beschäftigte, das entspricht einem Zuwachs um 0,5 %. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Zum Vergleich: Im Dezember waren im Jahresvergleich noch 0,9 % mehr Erwerbstätige zu verzeichnen gewesen, seitdem hat sich der Job-Zuwachs ständig abgeschwächt. Wiesbaden, 30. Juni 2015. Die deutsche Jobmaschine verliert an Tempo: Im Mai stieg die Zahl der Erwerbstätigen in der Bundesrepublik „nur“ noch um 210.000 Beschäftigte, das entspricht einem Zuwachs um…






Die Akropolis in Athen. Foto: Heiko Weckbrodt

IWH: Verhandlungsabbruch katastrophal für Griechen, stärkt aber Euroraum

Halle, 29. Juni 2015. Der Verhandlungsabbruch zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe um Reformen und neue Notkredite wird für die Griechen – insbesondere die Ärmeren – katastrophale Folgen haben, den Euro-Raum aber eher stärken. Das hat Reint E. Gropp eingeschätzt, der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle. Halle, 29. Juni 2015. Der Verhandlungsabbruch zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe um Reformen und neue Notkredite wird für die Griechen – insbesondere die Ärmeren – katastrophale Folgen haben, den Euro-Raum…






Foto: Bitkom

Glasfaser für Gewerbegebiet Dresden-Weixdorf

Stadtwerke investieren 120.000 Euro in Anschlüsse Dresden, 26. Juni 2015. Stadt und Stadtwerke in Dresden setzen ihren Kurs fort, nicht mehr auf Telekom & Co. zu warten, sondern selbst schnelle Internetverbindungen für die Wirtschaft zu legen: Nach dem Industriegelände Nord, dem Technopark Nord und dem Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee bekommen nun auch die Unternehmen im Gewerbegebiet “Am Promigberg” in Weixdorf Glasfaserverbindungen für schnelle Netzanschlüsse. Die Baggerarbeiten beginnen am Montag und kosten rund 120.000 Euro, kündigte die Drewag an. Stadtwerke investieren 120.000 Euro in Anschlüsse Dresden, 26. Juni 2015. Stadt und Stadtwerke in Dresden setzen ihren Kurs fort, nicht mehr auf Telekom & Co. zu warten, sondern selbst schnelle…






Mit fertigen Wafern beladen, enthält jeder Wagen (Foup) den Gegenwert von etwa sechs "VW Golf". Foto: Karin Raths, Globalfoundries

Tillich schlägt Euro-Chip-Foundry vor

Sachsens MP hat für Projekt Dresden vor Augen Dresden/Brüssel, 25. Juni 2015. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat die EU-Kommission in Brüssel vor der Gefahr gewarnt, dass wichtige Schlüssel-Industrien aus Europa verschwinden könnten – und nannte als Beispiel dafür vor allem die Mikroelektronik. Er hat der Kommission deshalb vorgeschlagen, eine Art “Euro-Foundry” zu gründen – wobei er als Standort da zweifellos an Dresden denkt. Sachsens MP hat für Projekt Dresden vor Augen Dresden/Brüssel, 25. Juni 2015. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat die EU-Kommission in Brüssel vor der Gefahr gewarnt, dass wichtige Schlüssel-Industrien…






Abb.: hw

Drei Millionen Berufstätige wollen länger arbeiten

Wiesbaden, 24. Juni 2015. Viele Politiker unterstellen den Deutschen pauschal den Wunsch, immer weniger arbeiten zu wollen – doch diese Mutmaßung trügt: 2,9 Millionen Berufstätige würden gerne länger arbeiten, dagegen nur eine knappe Million würden kürzer arbeiten wollen. Das geht aus Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor, das sich dabei auf Arbeitskräfte-Umfragen stützt. Wiesbaden, 24. Juni 2015. Viele Politiker unterstellen den Deutschen pauschal den Wunsch, immer weniger arbeiten zu wollen – doch diese Mutmaßung trügt: 2,9 Millionen Berufstätige würden gerne länger arbeiten, dagegen…






Kein Rückenwind mehr: Das Geschäft mit Windturbinen lahmt. Foto: VEM

Privat-Eskorte statt Polizei für Windkraft-Schwertransporte gefordert

Berlin, 15. Juni 2015. Private Sicherheitsautos statt Polizeistreifen sollen künftig Scherlasttransporte von Windkraft-Anlagen in Deutschland begleiten. Das fordert der „Bundesverband Windenergie“ (BWE) in Berlin. Außerdem sollen häufig genutzte Schwerlast-Routen für solche Zwecke Dauergenehmigungen erhalten und die möglichen Transportzeitfenster ausdehnen. Dies könne die Polizei entlasten, den Zusammenbau neuer Windkraft-Parks entbürokratisieren und fördere letztlich die Energiewende, argumentiert der Verband. Berlin, 15. Juni 2015. Private Sicherheitsautos statt Polizeistreifen sollen künftig Scherlasttransporte von Windkraft-Anlagen in Deutschland begleiten. Das fordert der „Bundesverband Windenergie“ (BWE) in Berlin. Außerdem sollen häufig genutzte Schwerlast-Routen für…






Günter Bruntsch, Abb.:IHK Dresden

Sachsens IHKs kritisieren IT-Sicherheitsgesetz

Kammern sehen viel Bürokratie und Kosten für Wirtschaft nahen Dresden, 11. Juni 2015. Als „Schnellschuss“ mit erheblichen Kostenrisiken für die Wirtschaft haben die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Sachsen das geplante IT-Sicherheitsgesetz kritisiert, über das morgen der Bundestag befinden soll. Kammern sehen viel Bürokratie und Kosten für Wirtschaft nahen Dresden, 11. Juni 2015. Als „Schnellschuss“ mit erheblichen Kostenrisiken für die Wirtschaft haben die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Sachsen das…






Seit 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 je Stunde - mit einigen Übergangs- und Ausnahmereglungen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

IfW: Mindestlohn kostet anscheinend Mini-Jobs

Kiel, 10. Juni 2015. Der neue Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde, der im Januar eingeführt wurde, hat anscheinend zu Jobverlusten geführt. Davon geht das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel in einer neuen Studie aus. Allerdings seien nicht Vollzeit-Arbeitsplätze weggefallen, sondern vor allem Mini-Jobs, für die eine Einkommensgrenze von 450 Euro im Monat gilt. Kiel, 10. Juni 2015. Der neue Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde, der im Januar eingeführt wurde, hat anscheinend zu Jobverlusten geführt. Davon geht das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in…