Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mikroelektronik

Prof. Reimund Neugebauer, der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, ist Dresden besonders verbunden: Ab 1975 hatte er an der TU Dresden Maschinenbau studiert. Es sei ihm daher eine besondere Freude gewesen, in der sächsischen Landeshauptstadt das neue Leistungszentrum für Nanoelektronik anzukündigen, sagt er. Foto: Axel Griesch, Fraunhofer

Fraunhofer-Präsident: Deutsche Mikroelektronik ist stärker als es scheint

Prof. Reimund Neugebauer im Oiger-Kurzinterview über Halbleitertrends und die Rolle Dresdens Dresden, 17. Juni 2015. Die Mikroelektronik in Deutschland hat viel Potenzial, international eine noch größere Rolle zu spielen als bisher, wenn sie ihre Karten richtig ausspielt. Das hat Prof. Reimund Neugebauer, der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, zum Auftakt des neuen Leistungszentrums „Funktionsintegration für die Mikro-Nanoelektronik“ in Dresden im Oiger-Kurzinterview eingeschätzt. Im Segment der Multifunktions-Chips habe die hiesige Halbleiter-Wirtschaft, die vor allem in Sachsen und Bayern konzentriert ist, erhebliche Kompetenzen aufgebaut. Sie könne damit beim nächsten Automatisierungs- und Vernetzungsschub, der sogenannten „Industrie 4.0“, eine Schlüsselrolle einnehmen. Prof. Reimund Neugebauer im Oiger-Kurzinterview über Halbleitertrends und die Rolle Dresdens Dresden, 17. Juni 2015. Die Mikroelektronik in Deutschland hat viel Potenzial, international eine noch größere Rolle zu spielen als…

Im Fokus des neuen Fraunhofer-Leistungszentrums für Nanoelektronik in Dresden und Chemnitz sollen Multifunktions-Chips stehen. Foto: FHG

Fraunhofer eröffnet Mitte Juni Nanoelektronik-Zentrum in Dresden

Fokus liegt auf Multifunktions-Chips Dresden, 3. Juni 2015. Die Fraunhofer-Gesellschaft (FHG) wird ihr neues Leistungszentrum „Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik“ am 17. Juni 2015 in Dresden eröffnen. Im Fokus wird die Entwicklung von Schaltkreisen stehen, die neben hochintegrierter digitaler Elektronik auch analoge Komponenten, Sensoren, Mikromechaniken (Aktuatoren) und winzige Messgeräte integrieren. Das hat die FHG nun offiziell angekündigt. Fokus liegt auf Multifunktions-Chips Dresden, 3. Juni 2015. Die Fraunhofer-Gesellschaft (FHG) wird ihr neues Leistungszentrum „Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik“ am 17. Juni 2015 in Dresden eröffnen. Im Fokus wird die…

Dr. Jan Richter führt ein Wafer-Spaltexperiment an einem Behälter mit flüssigem Stickstoff vor. Foto: Heiko Weckbrodt

Wafer-Spalter von Siltectra Dresden ausgezeichnet

Technologiefirma in „Red Herring“- Liste der 100 interessantesten Startups weltweit aufgenommen Dresden/Amsterdam, 16. April 2015: „Siltectra“ aus Dresden gehört zu den 100 vielversprechendsten Unternehmensgründungen weltweit: Das Medienunternehmen „Red Herring“ hat die sächsische Halbleiter-Technologiefirma gestern Abend in Amsterdam in die ihre Top-100-Liste der „aufregendsten Startups aus Asien, Europa und Amerika“ aufgenommen. Technologiefirma in „Red Herring“- Liste der 100 interessantesten Startups weltweit aufgenommen Dresden/Amsterdam, 16. April 2015: „Siltectra“ aus Dresden gehört zu den 100 vielversprechendsten Unternehmensgründungen weltweit: Das Medienunternehmen „Red Herring“ hat…

Die US-Mikroelektronik - hier ein Intel-Wafer - dominiert mit 55 % Anteil ganz klar den Halbleiter-Weltmarkt. Europas Antel wrd auf nur 6 % geschätzt. Foto: Intel

Europas Mikroelektronik mit nur 6 % Weltmarkt-Anteil

IC Insights rechnet mit leichter Erhöhung Scottsdale, 3. April 2015: Welch geringe Rolle die europäische Mikroelektronik im globalen Maßstab spielt, zeigt eine Analyse des US-Marktforschungsunternehmens „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona. Demnach haben Halbleiter-Konzerne mit Hauptsitz in Europa lediglich sechs Prozent Weltmarkt-Anteil – und damit ein ganzes Stück weniger, als von der EU immer wieder geschätzt. Absolut dominant sind die US-Halbleiterunternehmen mit 55 % Weltmarktanteil. IC Insights rechnet mit leichter Erhöhung Scottsdale, 3. April 2015: Welch geringe Rolle die europäische Mikroelektronik im globalen Maßstab spielt, zeigt eine Analyse des US-Marktforschungsunternehmens „IC Insights“ aus Scottsdale in…

Mit Projekten wie diesen bei Fraunhofer Chemnitz entwickelten maschinellen Augen für die Fabrik der Zukunft will Sachsen in der europäischen Vanguard-Initiative punkten. Foto: Fraunhofer IWU

Sachsen will EU-Geld für Chipbranche und Industrie 4.0

Dresden/Brüssel. Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) wirbt derzeit in Brüssel um mehr Fördergelder der EU für die Mikroelektronik und Entwicklungsprojekte für die Fabrik der Zukunft („Industrie 4.0“) im Freistaat. Man wolle Sachsen als Standort der Schlüsseltechnologien ausbauen, hieß es vom Wirtschaftsministerium. Dresden/Brüssel. Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) wirbt derzeit in Brüssel um mehr Fördergelder der EU für die Mikroelektronik und Entwicklungsprojekte für die Fabrik der Zukunft („Industrie 4.0“) im Freistaat….

Eine Fraunhofer-Mitarbeiterin kontrolliert im Reinraum des Dresdner Photonik-Institut, der für 45 Millionen Euro modernisiert werden soll. Abb.: IPMS

Elektronik-Standorte Dresden und Selenograd wollen enger kooperieren

Dresdner Wirtschaftsdelegation lotet Kontakte in Russland aus / Viele Russen möchten zur SEMICON nach Dresden Dresden/Selenograd, 29. Januar 2015: Sachsen und Russen wollen in der Mikroelektronik und anderen Hightech-Branchen enger zusammenarbeiten. Mit diesem Ziel besucht derzeit eine Delegation aus Politikern und Unternehmen des „Silicon Saxony“ die Hochtechnologie-Stadt Selenograd nördlich von Moskau. Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sieh bereits erste Erfolge: „Ich freue mich, dass wir die Zusage für eine Armada an russischen Halbleiterfirmen für die Semicon* nach Dresden bekommen haben“, teilte er auf Oiger-Anfrage aus Russland mit. Dresdner Wirtschaftsdelegation lotet Kontakte in Russland aus / Viele Russen möchten zur SEMICON nach Dresden Dresden/Selenograd, 29. Januar 2015: Sachsen und Russen wollen in der Mikroelektronik und anderen Hightech-Branchen enger…

Montage: Alexander Eylert

60 Millionen Euros für sächsische Mikroelektronik

Zuschläge im Ecsel-Programm verteilt Dresden/Brüssel, 18. Dezember 2014: Fünf Mikroelektronik-Projekte mit sächsischer Beteiligung haben nun Förderzuschläge von der EU bekommen – beteiligt sind daran 21 Partner aus dem Freistaat. Das teilte heute das Wirtschaftsministerium in Dresden mit. Die Projekte im Rahmen des europäischen Mikroelektronik-Programms „ECSEL“ haben ein Gesamtvolumen von rund 60 Millionen Euro. Davon sind die Hälfte Fördergelder von EU, Bund und Land, die andere Hälfte zahlen die Wirtschaftspartner ein. Zuschläge im Ecsel-Programm verteilt Dresden/Brüssel, 18. Dezember 2014: Fünf Mikroelektronik-Projekte mit sächsischer Beteiligung haben nun Förderzuschläge von der EU bekommen – beteiligt sind daran 21 Partner aus dem Freistaat. Das…

Klasissche MRAMs auf einem Wafer des US-Unternehmens Everspin. Foto: Everspin

7,2 Prozent Wachstum für Mikroelektronik

„Gartner“ rechnet mit Flut neuer Elektronik-Produkte zu erwarten Stamford, 5. Oktober 2014: Der weltweite Mikroelektronik-Umsatz wächst in diesem Jahr kräftig: Um 7,2 Prozent auf 338 Milliarden Dollar (270 Milliarden Euro), prognostiziert das US-Marktforschungs-Unternehmen „Gartner“ aus Stamford. „Bereiten Sie sich auf eine Flut neuer Produkte vor – von einfachen Niedrigpreis-Tablettrechnern bis hin zu Highend-Smartphones und ultramobilen Geräten“, erklärte Gartner-Forschungsdirektor Jon Erensen. „Gartner“ rechnet mit Flut neuer Elektronik-Produkte zu erwarten Stamford, 5. Oktober 2014: Der weltweite Mikroelektronik-Umsatz wächst in diesem Jahr kräftig: Um 7,2 Prozent auf 338 Milliarden Dollar (270 Milliarden Euro),…

Ein Galliumnitrid-beschichterer Silizium-Wafer von Azzurro. Abb. (3): Azzurro

Sachsens Hightech-Branche drängelt sich um EU-Milliarden

ECSEL-Überzeichnung absehbar – starke sächsische Beteiligung Dresden, 5. Oktober 2014: Für das „ECSEL“-Hightech-Programm zeichnen sich eine Überzeichnung und ein starkes Gedrängel sächsischer Hightech-Firmen und -Institute um die Fördertöpfe ab. Laut Angaben des Wirtschaftsministeriums in Dresden wollen bei ECSEL „sächsische Antragsteller in 22 Projekten mit 54 Projektteilen aktiv werden“. Inoffiziellen Angaben zufolge sind dabei über 90 Firmen und Institute aus dem Freistaat – teils mit auswärtigen Partnern – am Start. ECSEL-Überzeichnung absehbar – starke sächsische Beteiligung Dresden, 5. Oktober 2014: Für das „ECSEL“-Hightech-Programm zeichnen sich eine Überzeichnung und ein starkes Gedrängel sächsischer Hightech-Firmen und -Institute um die Fördertöpfe ab. Laut…

Deutsche Technologiefirmen arbeiten an der hocheffizienten, stark vernetzten Fabrik der Zukunft. Spezialelektronik aus Sachsen soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. Fotomontage: AG Silicon Germany

Chance auf deutsche Technologieführerschaft in „Industrie 4.0“ nicht verspielen

„AG Silicon Germany“ will vom Bund Förderung für neuartige Elektronik Berlin/Dresden, 15. September 2014: Deutschland sollte stärker neuartige Misch-Nanoelektronik fördern, um weltweiter Technologieführer in der Industrie der Zukunft zu werden. Das empfiehlt ein Positionspapier „Bedeutung der Mikroelektronik für Industrie 4.0“, die die „AG Silicon Germany“ nun in Berlin vorgelegt hat. Darin drängen Vertreter führender deutscher Technologieunternehmen wie Infineon und Bosch, vor allem aber auch sächsischer Halbleiter-Hersteller kaum verblümt den Bund, die Entwicklung elektronischer Kernkomponenten der „Industrie 4.0“ besser zu unterstützen. Sächsische Elektronik soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. „AG Silicon Germany“ will vom Bund Förderung für neuartige Elektronik Berlin/Dresden, 15. September 2014: Deutschland sollte stärker neuartige Misch-Nanoelektronik fördern, um weltweiter Technologieführer in der Industrie der Zukunft zu werden….

Eine Fraunhofer-Mitarbeiterin kontrolliert im Reinraum des Dresdner Photonik-Institut, der für 45 Millionen Euro modernisiert werden soll. Abb.: IPMS

ECSEL-Milliarden locken: Erste Projektanträge von Dresdner Chipbuden

„Cyber City“-Pilotprojekt in Dresden, taktiles Internet und schlaue Chips vorgeschlagen Dresden, 10. August 2014: Nachdem der Freistaat Sachsen und die Bundesregierung rund 400 Millionen Euro nationale Kofinanzierung für das milliardenschwere Mikroelektronik-Förderprogramm „ECSEL“ der EU zugesagt haben, liegen nun die ersten Projektanträge von Dresdner Chip-Unternehmen und Instituten vor. Vorgeschlagen haben die beteiligten Partner zum Beispiel Pilotprojekte für stark vernetzte Elektro-Verkehrsleitsysteme („Cyber City“), für das „taktile Internet der Dinge“ und „schlaue Chips“. „Cyber City“-Pilotprojekt in Dresden, taktiles Internet und schlaue Chips vorgeschlagen Dresden, 10. August 2014: Nachdem der Freistaat Sachsen und die Bundesregierung rund 400 Millionen Euro nationale Kofinanzierung für das milliardenschwere…

Wafer-Entwicklung beim LETI. Foto: LETI

Milliarden-Infusion für Sachsens Chipindustrie

Bund beteiligt sich mit 200 Millionen Euro Dresden/Berlin. Der Bund hat jetzt 200 Millionen Euro Fördergelder für die sächsische Mikroelektronik zugesagt. Damit kann die Chipindustrie im Freistaat nun das EU-Förderprogramm „ECSEL“ anzapfen – in Summe können dadurch im Zeitraum 2014-2020 bis zu 1,6 Milliarden Euro in neue Hightech-Pilotanlagen, Elektronikforschungen und andere Schlüsseltechnologieprojekte im Freistaat fließen. Das teilte das sächsische Wirtschaftsministerium mit. Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Bundeswissenschaftsministerin Johanna Wanka (beide CDU) wollen in Kürze eine Kooperationsvereinbarung über die Kostenverteilung unterzeichnen. Bund beteiligt sich mit 200 Millionen Euro Dresden/Berlin. Der Bund hat jetzt 200 Millionen Euro Fördergelder für die sächsische Mikroelektronik zugesagt. Damit kann die Chipindustrie im Freistaat nun das EU-Förderprogramm…

Oiger

Sticht der Experte den Prinzen?

Kommentar zum neuen sächsischen Chip-Botschafter in den USA Dresden, 29. Mai 2014: Physische Präsenz und persönliche Überredungskunst können für manche Weichenstellungen in der Elektronikbranche entscheidend sein, dass hatten in den 1990er Jahren die dicken Fische gezeigt, die das Anglerteam Biedenkopf-Schommer für den auf der Kippe stehenden Mikroelektronik-Standort Dresden an Land zogen, wenn man etwa an AMD und Siemens denkt. Daher ist ein ständiger Chip-Botschafter Dresdens am wachsenden Nanoelektronik-Campus Albany bei New York sicher nicht die schlechteste Idee, um den Amerikanern vor Augen zu halten: Ach ja, da gibt es noch diese oder jene Firma oder Institut in Sachsen, die zum Beispiel in der Chipwerk-Automatisierung, der Wafer-Genese oder dergleichen wirklich etwas drauf haben, und die es lohnt, in die Projekte um die neuen 450-Millimeter-Scheiben einzubeziehen. Kommentar zum neuen sächsischen Chip-Botschafter in den USA Dresden, 29. Mai 2014: Physische Präsenz und persönliche Überredungskunst können für manche Weichenstellungen in der Elektronikbranche entscheidend sein, dass hatten in den…

Foto: Arne Vollstedt, IHK

Dresdner Industrie schwächelt

1,4 Prozent weniger Umsatz – nun hoffen die Firmen auf den Aufschwung Dresden, 10. Mai 2014: 2013 war für die Dresdner Industrie ein schwaches Jahr: Sie setzte im vergangenen Jahr nur noch 6,4 Milliarden Euro um, also 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit setzte sie ihren leichten Abwärtstrend fort: Bereits 2012 waren die Dresdner Industrieumsätze um 4,7 Prozent gefallen. Das geht aus Erhebungen des sächsischen Landesamtes für Statistik in Kamenz hervor. 1,4 Prozent weniger Umsatz – nun hoffen die Firmen auf den Aufschwung Dresden, 10. Mai 2014: 2013 war für die Dresdner Industrie ein schwaches Jahr: Sie setzte im vergangenen Jahr…

Ein Galliumnitrid-beschichterer Silizium-Wafer von Azzurro. Abb. (3): Azzurro

Dresdner Elektronikfirma „Azzurro“ pleite

Auf dem Weg zu Galliumnitrid-beschichteten Wafern ging Fabrik das Geld aus Dresden, 6. Mai 2014: Die auf Spezial-Chipscheiben mit Galliumnitrid-Beschichtung spezialisierte Dresdner Hightech-Firma „Azzurro“ ist pleite. Das hat Insolvenzverwalter Gunter Tarkotta auf Anfrage bestätigt. Dem Unternehmen sei es nicht gelungen, seine innovative Technik bis zur Marktreife zu bringen und damit Geld zu verdienen, schätzte der Rechtsanwalt ein. „Die Entwicklung ist steckengeblieben. Man fand keine neuen Geldgeber mehr, um sie zu Ende zu bringen.“ Der größte Teil der 42-köpfigen Belegschaft an der Breitscheidstraße sei freigestellt und als arbeitslos gemeldet. Geblieben sei nur eine kleine Abwicklungsmannschaft von sieben Mitarbeitern. Land und Stadt hatten den Fabrikbau noch 2012 als einen großen Ansiedlungserfolg für den Mikroelektronikstandort Dresden gefeiert und gefördert. Auf dem Weg zu Galliumnitrid-beschichteten Wafern ging Fabrik das Geld aus Dresden, 6. Mai 2014: Die auf Spezial-Chipscheiben mit Galliumnitrid-Beschichtung spezialisierte Dresdner Hightech-Firma „Azzurro“ ist pleite. Das hat Insolvenzverwalter Gunter…