Opulente Bluray-Box „Games of Thrones“: Stahl, Feuer und Intrigen

Posted by on 31. März 2012
Danerys Sturmtochter brütet die Drachen aus - da hat Westeros bald schlechte Karten. Abb.: BSF

Danerys Sturmtochter brütet die Drachen aus – da hat Westeros bald schlechte Karten. Abb.: BSF

Und Daenerys stieg aus dem Feuer und siehe da: Sie war nackig und an ihrem Busen nährten sich die Drachen… Kein Zweifel: Die HBO-Verfilmung von George R. R. Martins „Lied von Eis und Feuer“ spart (ganz unamerikanisch) nicht mit Sex, Gewalt und epischer Bildkraft. Übermorgen läuft in den USA bereits die zweite Staffel von „Game of Thrones“ an und in Deutschland ist nun die erste Staffel erschienen – in einer Sammlerbox, die das Fanherz höher schlagen lässt.

Nordmänner gegen Blondlinge
Ziemlich unbequem: Der Lord von Winterfell auf dem Eisenthron. Abb.: Warner

Ziemlich unbequem: Der Lord von Winterfell auf dem Eisenthron. Abb.: Warner

Die auf sieben Doppelbände angelegte Fantasy-Romanreihe von „Twilight Zone“-Drehbuchautor Martin steht in der Tradition diverser Mittelalterromane und des „Herrn der Ringe“ und ist im Original ein weit vernetztes Intrigenspiel in der Fantasiewelt von Westeros. Sympathieträger Nummer 1 ist das Haus der Starks, deren Lord Ned zur rechten Hand von König Robert erkannt wird. Am Hof von Königsmund wird er in ein tödliches Spiel mit der blonden Hochadelsbrut der Lennisters hineingezogen, das schließlich in einen Fürsten-Krieg mündet – während vor der löchrigen Schutzmauer im Norden das untote Pack ins Reich drängt und im Osten Daenerys Sturmtochter eine Invasion ausbrütet…

Verfilmungsprojekte zunächst ausgeschlagen

Nachdem Autor Martin zunächst alle Angebote ausschlug, seine Bücher zu verfilmen („Da wär zuviel gekürzt worden“), ging er schließlich auf die Offerte des US-Senders HBO für seine Serie ein – und dürfte nicht enttäuscht gewesen sein: Obwohl „nur“ eine TV-Produktion, entfaltet „Games of Thrones“ eine Fantasy-Welt voll optischer Wucht. Schon der originelle Vorspann ist eine Klasse für sich, auch Ausstattungsdetails, Musik etc. lassen viel Mühe erkennen.

Und es geht es nicht immer ganz jugendfrei zu, aber gerade dieser Verzicht auf sonst so US-typische Glättungen hat der Serie gut getan. Weniger differenziert ist da die etwas holzschnittartige Einteilung der Welt in „Gut“ und „Böse“ – aber das hat dem Filmerlebnis „Herr der Ringe“ ja seinerzeit auch kaum Abbruch getan.

Zudem bietet uns HBO statt C-Movie-Darstellern eine überzeugende Schauspielerriege, unter anderem mit Lena Heady („300“, „Terminator SCC“) als Königin Cersei, Peter Dinklage als Lennister-Zwerg, Sean Bean („Herr der Ringe“) als Lord Stark und Maisie Williams als junge Arya Stark.

Hohe Bildqualität und viel Extras

Dem Fan sein vor allem die Sammlerbox in der Bluray-Variante ans Herz gelegt, die mit über 50 Euro zwar nicht ganz billig ist,. aber eine exzellente Bildqualität und viele Extras bietet – darunter eine Hochglanzbroschüre mit Szenenfotos, eine Übersicht über die Geschichte und die Häuser von Westeros, Making-Ofs und Interviews mit Autor und Mimen.

Fazit:
Die Bluray-Sammlerbox. Abb.: Warner

Die Bluray-Sammlerbox. Abb.: Warner

Obwohl etwas zu sehr dem Gut-Böse-Schema verhaftet, ist „Game of Thrones“ ein fesselndes Schau- und Hörerlebnis mit guter Ausstattung und Besetzung. Auffallend hoch sind auch technische Bildqualität und optischer Anspruch, die sich hinter Kinoproduktionen der ersten Liga nicht verstecken müssen. Heiko Weckbrodt

„Game of Thrones – Staffel 1“ (HBO/Warner), Fantasy-Epos, USA 2011, P 16, insgesamt 561 min., zw. 40 Euro (DVD-Fassung) und 60 Euro (Bluray – Limitierte Erstauflage mit Fotobuch)

-> Zum Weiterlesen:

Game of Thrones – Staffelbox 2: Die Anderen kommen!

“Game of Thrones 3″: Sturmtochter befreit die Sklaven

Buchrezension „Das Lied von Eis und Feuer 1“

Strategiespiel-Test „Game of Thrones“

One Response to Opulente Bluray-Box „Games of Thrones“: Stahl, Feuer und Intrigen

  1. Edderd Stark

    “Weniger differenziert ist da die etwas holzschnittartige Einteilung der Welt in „Gut“ und „Böse“”
    “Obwohl etwas zu sehr dem Gut-Böse-Schema verhaftet”

    –> Gerade das Besondere an der Serie “Game of Thrones” ist doch, dass alle Charaktere sowohl “gute” als auch “böse” Seiten haben: Man weiß NIE ob der Held in den nächsten zwei Minuten immernoch ein “guter” Held ist. Ebenso überzeugt den Zuschauer auch so mancher Bösewicht – einfach genial. :)

    Grüße,
    Edderd Stark, Herr von Winterfell

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