Alle Artikel in: Filme

Videorezensionen

Deutsche Soldaten ergeben sich den Engländern - ein zeitgenössisches Stereofoto. Abb.: Neue Visionen

Der 1. Weltkrieg in 3D: Stereopuzzle aus der Hölle

3D-Bluray zeigt plastisch den Marsch in die Katastrophe 3D gilt vielen als neumodische Erfindung von blauen Kino-Wesen vom Planeten Pandora. Doch tatsächlich wurde die Kunst der Stereobilder schon vor über 150 Jahren erfunden. Und so entstand auch im technik- und kriegsbegeisterten Europa des frühen 20. Jahrhunderts eine große Zahl stereoskopischer Aufnahmen, die im Nachhinein oft von Hand nachcoloriert wurden – und heute Zeitzeugnisse von einzigartiger Dichte und Nähe für uns sind. Eine Auswahl solcher Stereofotos aus den Jahren 1914 bis 1918 hat Regisseur Nikolai Vialkowitsch nun in einem berührenden Dokumentarfilm verarbeitet: Die nun veröffentlichte 3D-Bluray „Im Krieg – Der 1. Weltkrieg in 3D“ komponiert die restaurierten Stereofotos, spätere 3D-Videos von den Kriegsschauplätzen, zeitgenössische 2D-Filmschnipsel, Auszüge aus damaligen Frontbriefen und Tagebüchern und symphonische Musik zu einem einzigartigen visuellen und akustischen Erlebnis. 3D-Bluray zeigt plastisch den Marsch in die Katastrophe 3D gilt vielen als neumodische Erfindung von blauen Kino-Wesen vom Planeten Pandora. Doch tatsächlich wurde die Kunst der Stereobilder schon vor über…

Wirkt im angesicht leichtbekleideter Russinnen eher wie ein Buchhalter denn wie ein Bond: Geheimagent Harr Palmer (Michael Caine). Foto: Ascot Elite

„Harry Palmer“: Wo zum Teufel ist Bratzk?

Altmodische britische Agentenfilme der 1990er auf DVD neu aufgelegt Harry Palmer (Michael Caine, “Die Unfassbaren”, “Batman”) ist Geheimagent im Dienste ihrer Majestät – aber ganz und gar nicht so wie sein Filmkollege James Bond: Er ballert nicht gern, schubst verführerische russische Spioninnen im Zweifelsfall doch lieber von der Bettkante und wenn man auf ihn schießt, regt er sich auf wie ein Buchhalter über einen ungezogenen Azubi. Seine Vorgesetzten sehen in ihm ein überlebtes Relikt des Kalten Kriegs und kaum ist letzterer vorbei, wird Palmer vor die Geheimdienst-Tür gesetzt. Kurz darauf aber bekommt er einen Auftrag aus dem Privatsektor: Ein russischer Oligarch schickt ihn gen Peking, um den Schwarzmarkt-Verkauf einer tödlichen sowjetischen Biowaffe an die Nordkoreaner zu verhindern… Altmodische britische Agentenfilme der 1990er auf DVD neu aufgelegt Harry Palmer (Michael Caine, “Die Unfassbaren”, “Batman”) ist Geheimagent im Dienste ihrer Majestät – aber ganz und gar nicht so wie…

Sonny hat die Faxen bei den Grünen Drachen dicke und rückt der Strippenzieherin mit der Knarre auf den Pelz. Foto: Koch Media

Revenge of the Green Dragons: Gewaltspirale dreht sich

Harter Thriller über chinesische Jugendgangs in New York der 1980er und 90er auf DVD Das asiatische Kino – seien es nun japanische Krimis und Horrorfilme oder Hongkong-Actionstreifen – haben schon oft Hollywood beeinflusst und umgekehrt. In dem harten Gangster-Thriller „Revenge of the Green Dragons“ haben Amerikaner und Hongkong-Chinesen gleich gemeinsame Sache gemacht. Produzent Martin Scorsese („Gangs of New York”, „Hugo Cabret”) und Regisseur Andrew Lau („Infernal Affairs“) breiten darin in epischer „Good Fellas”-Manier die Geschichte der jungen Einwanderer Sonny und Steven aus, die sich in New York der chinesischen Gang „Green Dragons“ anschließen und schnell in eine Spirale immer brutalerer Gewalt geraten. Harter Thriller über chinesische Jugendgangs in New York der 1980er und 90er auf DVD Das asiatische Kino – seien es nun japanische Krimis und Horrorfilme oder Hongkong-Actionstreifen – haben schon…

Georg Elser (Christian Friedel) in der Verhör-Zelle. Foto: Lucky Bird Pictures

Hitlerattentat: Dresdner „Elser“-Darsteller im PK Ost

Dresden, 30. März 2014: Der in Dresden lebende Schauspieler Christian Friedel „Das weiße Band“) wird einen Tag vor dem offiziellen Kinostart am 8. April im Dresdner Programmkino Ost Oliver Hirschbiegels neuen Film „ELSER“ vorstellen. Friedel stellt darin den Hitler-Attentäter Georg Elser dar. Dresden, 30. März 2014: Der in Dresden lebende Schauspieler Christian Friedel „Das weiße Band“) wird einen Tag vor dem offiziellen Kinostart am 8. April im Dresdner Programmkino Ost Oliver Hirschbiegels…

Teddy Roosevelt persönlich führt in "War of the Worlds: Goliath" den letzten Anwehrschlag gegen die Invasoren vom Mars... naja. Abb.: Eurovideo

War of the Worlds – Goliath: Die 2. Invasion vom Mars

Sci-Fi-Animationsfilm im Steampunk-Stil begeistert sich am Hightech-Krieg Als Herbert George Wells 1898 seine Dystopie „Krieg der Welten“ veröffentlichte, hielt der englische Schriftsteller der damaligen Weltmacht Großbritannien damit einen kritischen Spiegel vor: Der Angriff der technologisch weit überlegenen Mars-Tripods mit dem Ziel, die Menschen auf der Erde zu vernichten oder zu versklaven war als Perspektivwechsel für die Engländer gedacht, deren Empire seinerzeit ganze Völker rund um den Erdball unter die koloniale Knute zwang. Wells’ Buch wurde rasch zum Klassiker, begründete die Science-Fiction-Literatur als Genre mit, löste als Horspieladaption 1938 in den USA eine Panik aus und wurde seitdem immer wieder verfilmt. Eine ganz eigene Adaption hat nun Regisseur Joe Pearson fürs Heimkino vorgelegt: In seinem Animationsfilm „War of the Worlds: Goliath“ spinnt er Wells’ Klassiker als Parallelhistorie bis zum I. Weltkrieg weiter. Sci-Fi-Animationsfilm im Steampunk-Stil begeistert sich am Hightech-Krieg Als Herbert George Wells 1898 seine Dystopie „Krieg der Welten“ veröffentlichte, hielt der englische Schriftsteller der damaligen Weltmacht Großbritannien damit einen kritischen Spiegel…

Atomangriff auf Washington - Szenenfoto aus "Iron Sky 2". Foto: Ironskynet

Geld aus Berlin für Nazi-Groteske „Iron Sky 2“

Filmförderanstalt gibt 600.000 Euro Fördergeld Berlin, 28. März 2015: Die irren Finnen um Regisseur Timo Vuorensola können sich über frisches Geld aus Berlin für „Iron Sky 2“ freuen: Die Filmförderanstalt (FFA) hat für die Hohlwelt-Nazi-Groteske nun 600.000 Euro Fördergeld zugesagt. Filmförderanstalt gibt 600.000 Euro Fördergeld Berlin, 28. März 2015: Die irren Finnen um Regisseur Timo Vuorensola können sich über frisches Geld aus Berlin für „Iron Sky 2“ freuen: Die Filmförderanstalt…

Zu Ende ist alles erst am Schluss: Madeleine (Annie Cordy) will nicht ins Heim - nur ihr Enkel Romain (Mathieu Spinosi) nimmt sie ernst. Foto: Neue Visionen

„Zu Ende ist alles erst am Schluss“: Wenn Oma nicht ins Heim will

Französische Generationen-Kinokomödie über die Suche nach Glück Nicht erst seit Erfolgsstreifen wie „Ziemlich beste Freude“ oder „Willkommen bei den Schtis“ gelten Komödien aus Frankreich als Granat für kurzweilige Unterhaltung – mit großer Zugkraft auch beim deutschen Publikum. Das jüngste Werk aus den Lustspielschmieden jenseits des Rheins ist heute in den hiesigen Programmkinos angelaufen. In „Zu Ende ist alles erst am Schluss“ tun sich Oma und Enkel zusammen, um den lieblosen Papa und Sohn auszumanövrieren und der Großmutter ein Restleben im Heim zu ersparen. Regisseur Jean-Pauls Rouve reflektiert dabei heiter bis tragisch den Umgang der Generationen miteinander. Französische Generationen-Kinokomödie über die Suche nach Glück Nicht erst seit Erfolgsstreifen wie „Ziemlich beste Freude“ oder „Willkommen bei den Schtis“ gelten Komödien aus Frankreich als Granat für kurzweilige Unterhaltung –…

Wenig pflichtbewusst: Unter den"Elite"-Soldaten bricht bald ein Kameradenkampf um die wenigen Sitze im Rückkehr-Shuttle aus. Abb.: Polyband

„Halo Nightfall“ auf DVD: „Ab jetzt sind wir 100 % analog“

Ohne Flinten gegen Killerwürmer: Sci-Fi-Actionfilm basiert auf „Halo“-Spielen Viele Jahre nach der Zerstörung des „Halo“-Rings im All landet ein Geheimdienst-Kommando von der Erde auf dem Provinzplaneten „Sedra“, um dort Terroranschläge Außerirdischer zu untersuchen. Bald schon erkennt das hightecky bewaffnete Team um Kommandant Locke, dass da eine feindliche Alien-Spezies versucht, von den Fragmenten der explodierten Ringwelt ein gefährliches Isotop zu schürfen, dessen Strahlung ausschließlich menschliche DNA schädigt. Zusammen mit dem Ex-Spartaner Randall Aike brechen sie zum Halo-Fragment auf, um dies zu unterbinden. Dummerweise gibt es dort Kampfwürmer, die auf Technologie anspringen, woraufhin der Trupp gezwungen ist, all seine schönen futuristischen Wummen und Kampfanzüge zu deaktivieren. „Ab jetzt sind wir 100 % analog“, jammert da der Kommandant – ein Schreckensszenario, dass alle Zuschauer der „Generation Internet“ nur zu gut nachvollziehen können… Das Ganze nennt sich „Halo Nightfall“ und ist ein von Ridley Scott („Blade Runner“, „Prometheus“) produzierter Sci-Fi-Actionfilm, der auf der „Halo“-Videospielserie beruht. Ohne Flinten gegen Killerwürmer: Sci-Fi-Actionfilm basiert auf „Halo“-Spielen Viele Jahre nach der Zerstörung des „Halo“-Rings im All landet ein Geheimdienst-Kommando von der Erde auf …

Nick Cave, der Poet, der Musiker, der große Selbstinszenator, an der Schreibmaschine. Foto: REM

„20.000 Days on Earth“: Ambitionierte Collage über Rockpoeten Nick Cave

Ein alter Analogwecker schellt, eine mechanische Schreibmaschine tackert, ein Anrufbeantworter spult seinen Spruch von einer ollen Tonbandkassette runter: Nick Cave gibt sich daheim herrlich analog-altmodisch, das muss man dem australischen Ausnahme-Musiker einfach lassen. Was könnte aber auch besser zu dieser melodiösen, expressiven, wunderbar artikulierenden Stimme passen, die zusammen mit Kylie Minogue über die wilde Rose schmachtete, die mit Blixa Bargeld (“Einstürzende Neubauten”) die bösen Saaten blühen ließ und die Ermordung des Jesse James besang? In der Dokumentation „20.000 Days on Earth“, die nun auf DVD erschienen ist, tauchen die Performance-Künstler Iain Forsyth und Jane Pollard auf ganz eigene Weise in das Leben dieses Rockpoeten ein. Ein alter Analogwecker schellt, eine mechanische Schreibmaschine tackert, ein Anrufbeantworter spult seinen Spruch von einer ollen Tonbandkassette runter: Nick Cave gibt sich daheim herrlich analog-altmodisch, das muss man dem australischen…

Bundesforschungs-Ministerin Johanna Wanka und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich probieren die Datenbrille aus Zwickau aus und freuen sich über die ruckelfreie Darstellung. Foto: Peter Schmalfeldt, WHZ

Zwickauer Datenbrille kommt im Herbst für 300 €

Zwickau/Berlin, 18. März 2015: Die neue Datenbrille aus Zwickau wird voraussichtlich im Herbst 2015 für etwa 300 Euro auf den deutschen Markt kommen. Das hat Entwickler Prof. Rigo Herold von der „Westsächsischen Hochschule Zwickau“ (WHZ) auf Oiger-Anfrage angekündigt. Die vergleichsweise einfach konstruierte Datenbrille wird damit deutlich billiger zu haben sein als aufwendigere – und im Falle von Google praktisch gar nicht verfügbare – Konkurrenzprodukte wie zum Beispiel „Google Glass“ (1400 Dollar bzw. 1300 Euro) oder der „Cinemizer“ von Zeiss (850 Euro). Zwickau/Berlin, 18. März 2015: Die neue Datenbrille aus Zwickau wird voraussichtlich im Herbst 2015 für etwa 300 Euro auf den deutschen Markt kommen. Das hat Entwickler Prof. Rigo Herold von…